Seit gestern ist der Porsche ein Ferrari. Gott sei Dank schwarz. Ein roter wäre too much gewesen.
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Nachwuchs
In meiner Luxuslegebatterie gibt einen kleinen, aber sehr schicken Käfig, der von Herrn und nunmehr auch Hund bewohnt ist.
Die Wohnung ist so stylish eingerichtet, daß ich es dort keinen Tag aushalten würde (goldene Logos am Fenster igitt!). In der Tiefgarage stehen drei Autos: ein Porsche aus den 80ern mit Heckspoiler, ein Hummer und ein riesiger Bentley.
Der Typ dazu ist Mitte/Ende 20, südländisch aussehend, spricht aber ein makelloses, seeeehr bodenständiges Deutsch. Gangster? DJ? Musikfernsehmoderator? Dealer? Schauspieler? Clubbesitzer? Keine Ahnung.
Er hat gute Muskeln und ist griffig, ohne fett zu sein und lächelt das umwerfendste Lächeln, das mir je begegnet ist. Jedenfalls seit wir uns bei tropischen Temperaturen nachts und nur unzureichend bekleidet in der Tiefgarage über den Weg gelaufen sind. Mann, was das peinlich. Wenn jeder davon ausgeht, daß Donnerstag 12 Uhr nachts niemand mehr unterwegs ist, kann das passieren.
Und seit letzter Woche hat er nun auch noch einen winzigen französischen Bullterrier bekommen. Irgendwie hat der viel Ähnlichkeit mit ihm. Ist nett, anhänglich, hat es aber faustdick hinter den Ohren und kann gut zubeißen.
Nutella-Alarm
Ah, ein exotisches Gefühl klopft bei mir an: extremer Appetit auf Süßes. Die Schokolade ist alle, das Eis auch und es ist keine Zeit, vor die Tür zu gehen.
Also ist es Zeit für die etwas kranke Kombi Nutella vs. Pflaumenmus.
Motivsuche
Warum sitzt du in deinem Loft?
Ganz einfach: Es gibt Ratatouille und Vina Lucia.
Und frisch gebügelte Wäsche.
Es zu tun zählt, nicht anderes.
Nicht wirklich cool
… aber nötig. Die Fortsetzung des Befindlichkeitsbloggens.
Eine Woche über Limit gearbeitet, 10 bis 12 Stunden am Tag. Den Liebsten mittags ins Rheinland verabschiedet. Mal wieder nichts gegessen. (Eigentlich wollten wir essen gehen, aber das ist einfach vertane Zeit ;)…) Nachmittags zur Kosmetik gegangen und auf der Pritsche mental durchgekracht.
Die Tränen rauschten nur so raus. Gott sei Dank mußte ich mich nicht unterhalten, die Kosmetikerin hat kaum deutsch gesprochen. Eine herrliche türkische Lady in meinem Alter, ungeheuer fett, mit knallengen Jeans und tiefem Ausschnitt. Sie hat mitbekommen, wie es mir ging, mir Tee gekocht und mich getätschelt ohne großes Aufsehen zu machen und immer mal „In’sh Allah“ gemurmelt.
Irgendwie hab ich es bis nach Hause geschafft, zerknautscht im weißrosa Kleidchen, schleichend in bestickten Seidenturnschuhen.
Dann gab es wieder mal den Klassiker: ein voller Kühlschrank, aber ich habe grade mal noch eine Internetorder beim Inder geschafft.
Verdammte Schwäche, verdammte Durchhänger!
Ist hier irgendjemand oder bin ich jetzt völlig allein auf der Welt?
Just do it
Tun kann Irrtum sein. Unterlassen ist Sünde.
Nachtrag
Handeln bedeutet Bewegung. Bewegung hat Loslassen zur Bedingung.
Dein Tun verändert die Zukunft, denn alles um dich herum bewegt sich mit. Durchaus möglich, daß das erklärte Ziel längst nicht mehr das ist, wo du ankommen wirst.
Die Vorsehung ist nicht beherrschbar.
Es wird Zeit
Es gibt Worte, die so treffen, daß nach ihnen selbst der hipste Trend einfach nur still und leise dürr vom Baum fällt.
Ich suche gerade nach einem Beispiel. Aber ich verdränge solche Ereignisse natürlich sofort erfolgreich.
Irgendeine Zeitung hat mir James Blunt auf die Art und Weise vermiest. Schmusesänger mit Hühnerbrust und Quetschstimme hat sie geschrieben. Au weia.
Und heute lese ich beim SPREEBLICK das Wort Befindlichkeitsbloggen. Ok. Das hat gesessen. Das beschreibt die letzten vier Wochen im Durchgangsverkehr auf etwas unangenehme Weise.
Versprochen, es gibt wieder zynische Sprüche und – hoffentlich – luzide Sätze. Und ich hoffe, ich werde demnächst meine Klause wieder verlassen können, um die verrücktesten Sachen zu erleben.
Die Männerfront hat sich doch ziemlich beruhigt, da gibts nichts zu holen. Innigkeit und Harmonie herrschen. Mal schauen was es sonst noch zu beobachten gibt.
Für M.
Was immer du glaubst, tun zu können, beginne es. Handeln hat Magie, Anmut und Kraft.
Litanei
Klausur seit vier Wochen. Tanzen oder ins Kino gehen, sich durch die Stadt treiben lassen ist immer noch nicht möglich.
Das Loft verwandelt sich in einen Schöner-Wohnen-Knast.
Ich werde immer ungeduldiger. Und mein derzeitiger Wunschfilm, La belle noiseuse hat eine Länge von vier Stunden. Das schaffe ich noch nicht.
Und so viele Freunde können hier zum Kochen und Schwatzen garnicht antreten, wie ich derzeit Kapazitäten habe.
Ok., dann wird es heute abend wieder der DVD-Spieler sein…
Und der Kühlschrank ist voll und ich mag nichts essen. * grummel *
Und überhaupt: welches freche Vieh frißt langsam aber sicher alle Blätter vom Basilikumstrauch?
