Kraut und Rüben

erhalten ein Buchstabe von ein Kurier ich lesen es als es kommen es sagen daß Sie sein verletzt Sie sein springen und anketten Sie haben Liebe und Sie sein anfassen Sie sein vergiften Sie sein schmerzen OH- kein Sie sein blank Sie sein shamed Sie können fast berühren Himmel Recht dort vor Sie Freiheit gerade gleiten weg auf uns jetzt dort sein soviel Arbeit zu tun OH- d Tür das schließen fest sein d Tür als können schwingen breit OH- kein nicht erwarten zu zusammenstoßen für ein Minute ich lassen mein Schutz unten nicht ängstlich zu sein finden heraus ich komplett vergessen lieb was unser Furcht sein ganz über OH- kein dort sein kein Notwendigkeit zu sein ohne, wenn es eine Wahrscheinlichkeit gibt, die ich ihm diesen Wunsch nehmen würde, ich nicht Nehmen töten kann, mein Herz bitte es nicht brechen, ich zu Ihrem Foothill krieche, ich erschrocken werde, aber ich komme, Baby bitte, zu gefallen ruhiges kein OH- zu legen ich komme nicht für die Tötung

DER GOOGLE-ÜBERSETZER

Alles nur geklaut 3

…So when you attracted to the ocean… something deep in your memories is ingraned. That’s what happens when you go to the lake and to the river, to a swimmingpool – or if you can not go anywhere, then just sitting under your shower. The falling water on you stirs the memories in the body. The body feels relaxed, happy. The body feels nourished, rooted, centered. Enjoy all these things, these are beautiful things – I’m not against them, I’m all for them. But my metaphor has some other meaning. When I say „melt“ I mean love. Create as much love heat in you as possible. Only that can melt you. When I say „become water“ I mean become a flow – don’t remain stagnant. Move, and move like water…
Osho, gefunden von GI Jane

Das Ende vom Lied

Elvira macht Pause. Der Mann ist ihr zuletzt nur noch ausgewichen, Elvira war verzweifelt und dann hat sie ihm den Laden vor die Füße geschmissen. Zeitlich befristet zwar, aber doch mit ehrlicher Wut.
In ihrer Verliebtheit hatte sie sich auf Wolke 7 verstiegen wie eine Katze auf einem Baum. So langsam kommt sie wieder runter, Schritt für Schritt. Begreift, DER MANN ist vielleicht ein bißchen alt für sie, aber charmant und nett und vielleicht doch etwas für länger, wenn sie ihn nur nicht so unsäglich idealisieren würde.

Gerade komme ich mit ihr aus einer Kneipe im Friedrichshain. Nett, gut eingerichtet, gut geführt. Und mit uns am Tisch sitzend 2 weitere Leute in den 40ern, die nichts im Kühlschrank haben. Einer von der Frau verlassen, unglücklich in eine andere verliebt, eine, die nach 10 Jahren Eheleiden aufgebrochen ist und wir, die wir nicht mehr einkaufen, seit das Kind beim Freund wohnt.

Und ich habe mich auch verliebt, ob unglücklich oder nicht, das weiß ich noch nicht. ER ist dunkelgrün, klein, schnell, wenn man ihn besteigt , fällt man fast auf Straßenniveau und er heißt MG TF. Soll ich oder soll ich nicht. Meine Midlife Crisis rät mir zu.

Grüße aus Absurdistan

Schleichwerbung allüberall. Oliver Kalkofe witzelt schon, daß selbst die Tagesschau Schleichwerbung für piefige Klamotten macht.
Nun geht die Angst bei den Machern von Fernsehserien um. Ärzte, die einst BMW gefahren sind, benutzen nun das Fahrrad, jede Schrift gut abgeklebt selbstverständlich. (O-Ton Regie: In meiner Folge gibt es keine Autos, ich bin doch nicht verrückt!)
Häuserfassaden, Menschenströme, Straßenverkehr: sanktioniert. Außendrehs finden in Kleingartensparten statt. Hier stehen nur Lauben und Bäume und es kommen keine Zufallspassanten vorbei und tragen womöglich eine Adidas-Tasche durchs Bild, kein Versicherungsschild blitzt an der Fassade…
Wenn das Schleichwerbungsverbot konsequent befolgt würde, müßten demnächst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nackte Darsteller in der Prärie an einem Feuer sitzen und über Belanglosigkeiten sprechen…

Und GI Jane versichert, keinen Pfenning für die Erwähnung von Markennamen bekommen zu haben

Optionen

Party. Die bunteste Zeitung des Landes veranstaltet die entspanntesten Feste. Es geht um Einfaches: das richtige Outfit, die richtige Figur, die richtigen Bewunderer, genügend Kameras auf dem Leib und dann kann das Leben so einfach sein.
Junge Frauen ziehen alte Männer an, alte Frauen junge Männer. Fleisch geht zu Macht, Macht geht zu Fleisch.
Elvira hätte die Wahl, wenn sie sie haben wollte: Manshu – Halbasiate, Johnny – Rastafari, Chris – Surfer und dann noch ein aschblondes Cowgirl ohne Namen. Sie alle suchen. Elvira sucht eindeutig nicht. Sie tanzt sich die Seele aus dem Leib und schickt mich das eine und andere Mal nach Zigaretten und Champagner.
Ich hingegen verschrecke einen blassen, überarbeiteten wichtig-wichtig Mann mit meinem Händedruck und als ich ihm dann noch sage, daß meine Freunde mich GI Jane nennen, ergreift er die Flucht. Herrgott, können Männer Waschlappen sein.
Jane

Am Ende

EROS, der letzte Film von Michelangelo Antonioni. Für jeden, der nicht wahrhaben will, dass wir alle ein Ende finden werden, uns zu diesem Ende hin entwickeln, wie wir uns zu unserem Lebenszenit hin entwickelt haben: mit Hilflosigkeit, Suche, Fehlern, wahrscheinlich der schlechteste Film der Welt.
Für die, die es aushalten, dass ein 89jähriger, halbseitig gelähmter, halb blinder und sprachloser Mann seinen letzten Film an die Welt gegeben hat, ein schmerzhafter und schöner Abgesang. Ganz in der Art des Meisters, der uns mit seinem gnadenlosen Blick nie die Wahrheit erspart hat. Der uns unsere Wünsche und Sehnsüchte zeigte und sie in die Welt hinausschickte, wo sie langsam in der Sonne bleichten und im Wind des Lebens zerfielen.
Was ist geblieben? Kaum noch Auflösung, eher lebende Bilder, eine sehr statische Kamera. Bilder in der Art des frühen Picasso und Majoll (wird der so geschrieben?). Das Thema? Frauen. Nackt, mit Brüsten, Flanken und Schenkeln. Nicht jung, nicht sanft, nicht hingabevoll. Frauen in der Mitte des Lebens, fordernd, zänkisch, lüstern. Der Mann ist nur Werkzeug. Christopher Buchholz ist anwesend bei der Aufführung und erzählt vom Casting und den Dreharbeiten. Daß Antonioni von ihm eine Erektion verlangt hat und „real hard work“, um gleich darauf zu beruhigen: es sei nichts davon zu sehen. Er spielt nur das Instrument. Die Musik machen die Frauen.
Darauf also reduziert sich die Kunst eines alten Mannes, der dem Tod entgegengeht. Ein letzter Blick auf die Erotik und das, was einmal möglich war.
Es wäre interessant, zu wissen, was dereinst eine Regisseurin als letzte Arbeit einer sehr späten Phase präsentieren wird. Wird uns Kathryn Biegelow die Leben ihrer ungeborenen Kinder erzählen?
Die beiden anderen Filme, die dazu kamen, um den 20 Minuten dauernden Antonioni abendfüllend und marktfähig zu machen tragen zwar große Namen, sind aber nicht mehr als unterhaltsame, gut ausgestattete Fingerübungen. Stephen Soderbergs Equilibrium ist eine kleine Komödie im Stil der schwarzen Serie, die Robert Downey jr. einmal ganz anders zeigt. Wong Kar-Weis Manos präsentiert Gong Li als grausame Kokotte und übermittelt die wichtige Weisheit: Wenn du dir einen Mann hörig machen willst, dann greife ihm zwischen die Schenkel, streichele seinen Hintern, um dann, ohne abzusetzen, die Hand an den Mittelpunkt des Verlangens zu lenken und die Arbeit zu vollenden. Und wer nicht begriffen hat, wie es funktioniert, sehe sich den Film an.
GI Jane

How nice, I love it, really!

Filmparty. Tout München hat sich den Sommeranzug und das Blümchenkleid gegönnt. Man trägt auch mit 50 bauchfrei, heute sogar ohne vorher die Investition eines kosmetischen Eingriffes gemacht zu haben.
Der Einlaß: hinter mir eine Stimme, die Stütze eingeschaltet, daher drei Tick zu laut: „Hallooo! Das ist doch ….. (?)“ Zur Begleitung: „Er hat gerade einen Preis bekommen.“ Zum Angesprochenen: „Welcher Preis war das noch mal?“ Verhaltene Antwort: „Der TV Movie Award.“ Schmetternde Reaktion: „Mensch toll! … Für welchen Film eigentlich?“ Bevor die Antwort kam, war ich Gott sei Dank drin.
Zwei Glas Wein später: „Du, komm sofort hoch, hier ist jemand, der uns bei unserer Reise helfen kann.“
Dann ein Dialog:
1: „Wie geht’s?“
2: „Super!!! Bin ausgebucht dieses Jahr.“
1: „Bei mir läufts auch ganz passabel. Drehe gerade XY.“
2: „Mensch, kannst du mich mal dem Produzenten vorstellen, vielleicht ist ja was für mich dabei.“
The same faces, the same procedure as every year.

The Halcyon Days

Sonntage sind ungeheurer Luxus, vor allem, wenn sie nicht versprochen und vergeben sind.
Um 4 Uhr aufwachen, den Sonnenaufgang fotografieren, um halb 5 Uhr Pellkartoffeln kochen und um 5 Uhr mit einer Portion Quark mit ordentlich Knoblauch essen.
Dann wieder schlafen. Um die Mittagszeit die Sonntagszeitung im Bett lesen, Tee mit Milch und After Eight an der Seite. Natürlich beobachtet vom Nachbarn schräg gegenüber, der gern schaut, was in meinem Bett passiert. Solange seine Frau nicht in Reichweite ist.
Danke, Gott, für die Ruhe des siebten Tages.